Heute hatte Aaron viel Besuch. Am Vormittag Tante Vroni, Seraina (die Kunsttherapeutin) und Bruder Simon. Nach einem Mittagsschlaf Susi, danach Agnes und am Abend kommt noch der Papa. Das war ein schöner Tag.
Susi hat (wie zuvor schon Simon) mit ihm Mario Cart gespielt und Celebrations mitgebracht:
Agnes hat ihn recht ausgiebig mit Rätselspaß beschäftigt, und mit der Kunsttherapeutin hat er Grillspieße modelliert.
Irgendetwas ist heute anders, weniger Appetit, leicht erhöhte Temperatur, er hat drei mal geniest (Hilfe!) und, und das ist das hoffnungsvollste, die Thrombos sind erstmal wieder leicht gestiegen, das ist ein erstes Zeichen, dass die Blutbildung wieder in Gang kommt.
Donnerstag, 10. Februar 2011
Mittwoch, 9. Februar 2011
Aaron der Raudi
Wenn Scherben Glück bringen, dann haben wir nun sicherlich mehr als genug davon. Aaron hat nämlich in den letzten Tagen für große Aufregung hier auf der Station gesorgt, weil er am Sonntag die Glaswand der Dusche zerdeppert hat --> Millionen von Scherben und ein paar Kratzer am Kind. Wir mussten deswegen in ein benachbartes Zimmer übersiedeln, damit Handwerker und Putztrupp die Scherben restlos beseitigen und einen provisorischen Duschvorhang montieren konnten.
Unser neues Zimmer hab ich natürlich auch gleich wieder so schön dekoriert, wie das alte, eigentlich sogar noch schöner, und hier haben wir einen moderneren Fernseher zum Wii-spielen und DVD-schauen. :-)
Heute früh kam Tante Vroni (eine der gelben Tanten) freudestrahlend zu Aaron. Sie hatte ihm eine Melone gekauft, in einem kleinen Geschäft hinterm Stephansdom. Endlich eine richtige Pan Tau Melone!!
P.S.: Hab dem Fernseher "Sicherheitsgurte" angelegt. Ich denke, wir hatten bereits genug Scherben.
Samstag, 5. Februar 2011
Fasching + Aplasie
Es ist Fasching, und unser Zimmer ist wieder einmal das schönste auf der ganzen Station. (Man tut was man kann.)
Aaron liebt derzeit Pan Tau, eine Fernsehserie aus der Kindheit meines Mannes über einen Mann mit Melone, die zaubern kann. Wir haben die DVDs. Nicht nur deshalb liebt Aaron Hüte. Eine Melone hab ich bis jetzt (trotz Fasching) nirgens gefunden, aber weil rot seine Lieblingsfarbe ist, lag ich mit diesem Sheriff-Hut auch richtig. Aaron zaubert auch damit. Und er ist jetzt ausgesprochen höflich zu den Schwestern und Ärzten. (siehe Video) Die Glastür hat er mit der ERGO-Therapeutin bemalt / beschrieben. Die kommt ab jetzt wieder zu ihm, weil sie ihn dann auf der 1A auch betreuen wird, und dann kennt er sie schon wieder gut. Ergotherapie war sowieso immer ein Hilight, denn die bringt jedes Mal interessante neue Spielsachen mit.
Aaron ist jetzt seit einer Woche in Aplasie, so nennt man die Zeit nach der Chemotherapie, wenn keine weißen Blutzellen da sind. Trotzdem geht es ihm immer noch sehr gut. Immer wenn ich das sage oder schreibe, muss ich auf Holz klopfen. Die Ärzte scheinen mit einer Infektion zu rechnen. Sie sagen immer wieder, dass jeder Tag, an dem man ihn so (fröhlich und zu Scherzen aufgelegt) sehen kann, eine Freude ist. Beim letzten Mal war er drei Wochen in Aplasie, wir haben also noch einige Zeit vor uns. Aber vielleicht bekommt er ja diesmal wirklich keine Infektion. Gegen den Keim, der letztes mal eskaliert ist, bekommt er jetzt vorbeugend ein Antibiotikum. Vielleicht reicht das ja, und er wird diesmal gar nicht "krank". Wir wollen natürlich bevor er auf die Transplant kommt noch möglichst lange zu Hause sein. Wenn er "gesund" bleibt, dann dürfen wir sicherlich heim, sobald die Zellen wieder steigen.
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