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Sonntag, 12. August 2012

zwischen Heimweh und einem Gefühl von Zuhause

Am Freitag Nachmittag waren fast alle kleineren Kinder ziemlich anstrengend, was natürlich heißt, dass sie selber ziemlich fertig waren. Überall hörte man Mütter stöhnen oder schimpfen, Kinder weinen, … Aaron war total überdreht beim Abendessen, sodass ich froh war, dass Markus in würde ins Bett bringen müssen, weil ich ja mit den Burschen ins Kino fuhr. Der Film („Ted“) war übrigens lustig, aber eigentlich nichts Besonderes.

Am Samstag in der Früh hatte Aaron richtig Heimweh. Er jammerte nach seinem Wickingerhelm, nach Ulla-Oma, … Aber dann sagte Paul beim Frühstück, dass es ihm ähnlich ging und er kam nach dem Frühstück zu uns spielen. Einige Zeit später stand noch Angie, Aarons Freundin von nebenan vor der Tür, und so gingen die beiden Buben dann noch zu ihr.
Wir wollten uns die Triberger Wasserfälle ansehen, weshalb wir Aaron bald abholten. Leider hatten wir keine Geldtasche dabei, und die Besichtigung des Wasserfalls ist nicht gratis, weshalb wir wieder herfuhren. Aaron war total „spinnert“, weshalb es nichts gebracht hätte, dort noch spazieren zu gehen. Am Nachmittag waren wir jedoch Ponyreiten bei einem Ponyhof ganz in der Nähe.
Aaron suchte sich gleich eine große schwarze Stute („Banny“) aus und Miriam bekam eine Hengst („Apollo“). Ich führte Aarons Stute, Markus ging neben Miriams Hengst einher, die ihn selbst an den Zügeln führte. So marschierten wir in einer Gruppe von 10 Ponys und einem Maulesel eine gute halbe Stunde durch den Wald. Danach war Aaron endlich wieder ausgeglichener. Beim Zurückkommen auf die Katharinenhöhe hatte ich irgendwie das Gefüh, nach Hause zu kommen.

Am späten Nachmittag gingen wir noch ein Stück in den Wald hinein, zu der Kreuzung, wo wir I-ahs Hütte gebaut hatten. Aaron fuhr mit seinem Rad. Dort spielte er dann noch einige Zeit im Wald und lag in der Hängematte.

Die Kinder brauchen offensichtlich zwischendurch echt Ruhe. Aaron war diese Woche Mi und Fr nicht in der Räuberhöhle gewesen, Mi war er fast krank und am Freitag einfach schon zu fertig. Trotzdem hat ihn die Woche sehr angestrengt.

Freitag, 10. August 2012

Lagerfeuer und Zwischengespräch


Gestern (Do) Abend wurde Lagerfeuer mit Stockbrot-backen veranstaltet. Meine Kinder saßen lieber allesamt auf dem Kletter-Spinnennetz.
Lagerfeuer gibt's schließlich zu Hause bei uns auch des öfteren.

Heute Vormittag mussern Markus und ich zur Psychologin zum Zwischengespräch. Wir hatten zum Teil ein bisschen ein schlechtes Gewissen gehabt, weil wir die Gruppengespräche geschwänzt hatten, aber die Psychologin bestärkte uns darin, dass wir uns das herausholen sollen, was uns aber gut tut, und die gemeinsamen Wanderungen am Vormittag (zu zweit ohne Kinder) taten uns sicherlich am besten.
Heute Abend fahre ich mit Simon und dreien seiner Freunde ins Kino, das weiß auch schon die ganze Reha.

Quellenwanderung und Hochseilgarten



2012 08 09

Am Dienstag Vormittag erkundete ich mit Markus die Tour 2 der Quellenwanderungen, die Runde auf der anderen Talseite, die zur Gutachquelle führt. Obwohl wir die abkürzte Route gingen, waren es von der Katha aus doch 13 km. Wir gingen auch etwas zu gemütlich los, weshalb wir am Rückweg wieder in Stress gerieten und zu spät zum Mittagessen kamen, was allerdings kein Problem war. Die Wanderung selbst war recht schön. Der erste Teil vielleicht etwas langweilig, dafür aber absolut Fahrrad- und Bollerwagentauglich. Es geht zuerst auf großteils sehr guten Schotterwegen zwischen Wald, Feld und Wiesen ziemlich eben dahin bis zur Abzweigung zur Hubertuskapelle, da kommt eine längere Bergabstrecke, die Aaron jedoch auf seinem Rad auch leicht bewältigen könnte, wenn wir ihm vorher sagen, er soll von Anfang an bremsen, nicht erst, wenn es zu schnell wird; gute Schotterstraße. Die Hubertuskapelle steht direkt an der Gutachquelle, und von hier an wird der Weg auch interessanter. Schön ist der kleine Teich, den die frische Quelle bildet. Zu unserer Jahreszeit kann man hier auch ein paar Himbeeren naschen.

Danach steigt der Weg kurz steil an, führt dann jedoch wieder in leichtem auf und ab dahin. Schließlich kommt man an einigen Höfen vorbei, auch bei einem schönen Trinkwasserbrunnen und an einem Gasthaus. Der Rückweg ist leider nicht Fahrrad- bzw. Kinderwagen tauglich, dafür jedoch umso schöner. Es geht über Wiesen bergauf, nochmals an einem sehr schönen Trinkwasserbrunnen vorbei.

Wenn wir den Weg mit der ganzen Familie gehen, müssten wir entweder Rad und Bollerwagen hier hinauf schleppen, wenn Aaron zu Fuß geht, oder aber einer bleibt mit ihm beim Gasthaus unten und wird dann mit dem Auto abgeholt.

Nachdem wir uns am Rückweg sehr beeilen hatten müssen, war die Rückengymnastik am Nachmittag dann für mich recht anstrengend, das gibt Muskelkater.

Aarons Erkältung wird leider immer schlimmer, weshalb wir ihn heute nicht in die Räuberhöhle schickten - er war in der Früh total matt – und mit ihm zur Ärztin gingen. Er soll jetzt 3x täglich mit Salzwasser inhalieren, dazu gibt es ein Gerät mit Gesichtsmasken, vor dem Aaron erstmal natürlich ziemlich Angst hatte (vgl. Beatmung in der Intensivstation). Wie ihr unseren Aaron aber mittlerweile kennt, wisst ihr, dass er sich schnell überwand und am Abend mit mir schon problemlos inhalierte. Nur die Tür zu dem engen Raum ließen wir lieber offen.

Am Mittwoch Nachmittag waren die Mütter im Hochseilgarten dran. Darauf freute ich mich schon. Bei den Jugendlichen war das Wetter leider recht feucht, weshalb sie gar nicht viel machen konnten, wir jedoch kamen in den vollen Genuss. Am schwierigsten fand ich den Anfang, die sogenannten Team-beams, erstens weil ich die anderen Mütter noch nicht mal mit Namen ansprechen konnte und das Team somit nicht wirklich gut funktionierte, und zweitens, weil mir die Kraft in den Armen ausging, vielleicht auch deshalb, weil ich mich – erstmals in so ungewohnter Höhe – etwas zu krampfhaft festgehalten habe. Wir waren auch noch nicht zuvor an der Kletterwand gewesen, weshalb ich in luftiger Höhe erstmals einen Kletterhaken eigenständig auf und zuschrauben musste. War zwar kein Problem, aber emotional doch ein wenig stressig. die Mutprobe der Seilbahn war für mich kein Problem, und das Abseilen mit dem automatischen Karabiner total easy. Beim Balancieren auf dem Baumstamm war ich erstmals überrascht, dass der Baum oben nicht abgeflacht war. In zwei Metern Höhe würde ich über so etwas zwar einfach drüber laufen, aber in 8m war ich natürlich doch ein wenig vorsichtiger. Abgeseilt zu werden ist schön. Einfach mal „abhängen“ und die anderen machen lassen. Cool natürlich dann der „Bungy-Sprung“, wenn auch ein bisschen zu kurz. Die Überwindung war schon sehr groß. Ich musste mir erst vorstellen, das da unten sei Wasser, ehe ich sprang, und dann kam ein kurzer Schreckmoment und danach war’s auch schon wieder vorbei. Insgesamt war die ganze Kletteraktion natürlich ein tolles Erlebnis, das man noch lange nachwirken lassen kann.

Nach der ganzen Kraxelei hat sich dann auch der in den letzten Tagen aufgebaute Muskelkater bemerkbar gemacht, vor allem im Bauch, an den Schultern und Armen.